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X - Olga Buxere - 01.01.2026

Konzernstandort X – Genepohl

Der Hauptstandort von X liegt bewusst außerhalb der klassischen Innenstadt Genepohls. Er befindet sich dort, wo Bahntrassen, Hochsicherheitsinfrastruktur und industrielle Zonen ineinandergreifen. Kein Prestigeviertel, keine Schaufensterlage. Das Areal ist als eigenständiges Konzerngebiet ausgewiesen, exterritorial gestellt und vollständig als AAA-Zone klassifiziert.
Die Grenze ist nicht monumental, aber eindeutig. Bodenmarkierungen, Drohnenkorridore und passive Sperren ersetzen Zäune. Wer sie überschreitet, merkt es nicht an Schildern, sondern daran, dass sich der Raum plötzlich anders verhält. Wege enden, Kameras wechseln ihre Blickwinkel, Bewegungen werden registriert, ohne kommentiert zu werden. X braucht keine Show, um Macht sichtbar zu machen.
Architektonisch wirkt der Standort wie ein zusammenhängendes technisches Organ. Flache, schwere Baukörper aus dunklem Beton und mattem Metall dominieren das Bild. Fenster sind selten, tief eingelassen und funktional. Außenfassaden tragen keine Logos. Nichts ist dekorativ, alles folgt Zweck, Abschirmung und Kontrolle. Der Eindruck ist kühl, still und konzentriert.
Die Infrastruktur des Areals ist vollständig autark. Energie, Kommunikation und Transport laufen über interne Systeme, die mehrfach redundant ausgelegt sind. Zivil deklarierte Kommunikationssatelliten gehören ebenso dazu wie direkt angebundene militärische Glasfasertrassen. Gerüchte über zusätzliche Aufklärungskapazitäten werden weder bestätigt noch dementiert. Die offizielle Haltung des Konzerns bleibt seit Jahren gleich: X entwickle Systeme, nicht Narrative.
Sicherheit ist allgegenwärtig, aber unaufdringlich. Bewaffnete Konzernkräfte tragen keine Rangabzeichen im klassischen Sinn, nur funktionale Kennzeichnungen. Kontrollen erfolgen automatisiert, lautlos und ohne menschliche Neugier. Staatliche Stellen betreten das Gelände ausschließlich auf Einladung. Verbindungsbüros der zuständigen Kommandoabteilungen existieren, jedoch ohne formale Aufsichtsbefugnis. X agiert hier nicht neben dem Staat, sondern in einer eigenen rechtlichen Sphäre.

Das Büro von Olga Buxere
Das Büro von Olga Buxere liegt nicht oben und nicht im Zentrum. Es befindet sich tief im Komplex, nahe an Prototypenlaboren und Kernrechenclustern. Wer zu ihr vorgelassen wird, hat bereits mehrere Schleusen, Ebenen und Prüfungen hinter sich, ohne dass dies je explizit erwähnt würde.
Der Raum selbst ist überraschend klein. Kein Konferenztisch, kein repräsentatives Mobiliar. Ein großer Arbeitstisch dominiert den Raum, flankiert von mehreren Displays, die meist dunkel bleiben. Ein Sofa steht an der Wand, funktional, nicht einladend. Persönliche Gegenstände fehlen vollständig. Es gibt keine Kunst, keine Fotos, keine Symbole von Erfolg oder Status. Der Raum existiert ausschließlich für Arbeit.
Das Licht ist gleichmäßig und kühl, die Akustik gedämpft. Man hört das leise Arbeiten der Lüftung und das ferne Brummen der Rechenanlagen. Wenn Olga spricht, tut sie das ruhig und präzise. Pausen sind Teil ihrer Kommunikation. Antworten kommen erst, wenn sie abgeschlossen sind. Wer versucht, hier durch Andeutungen, Machtspiele oder Selbstdarstellung Eindruck zu machen, verliert sehr schnell an Relevanz.
Olga sitzt nicht dominant, sie sitzt exakt. Ihr Büro ist kein Thron und kein Rückzugsort. Es ist ein Knotenpunkt. Entscheidungen entstehen hier nicht durch Gespräche, sondern durch Abwägung. Bekannt ist, dass sie manchmal im Gebäude schläft, nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil sie Ideen nicht an Tagesrhythmen bindet.
Ihr inoffizieller Leitsatz kursiert intern seit Jahren und wird selten zitiert, aber oft bestätigt:
„Wenn Sie mir etwas erklären müssen, hätten Sie es vorher testen sollen.“
Man kann davon ausgehen, dass alles was in den Gebäuden passiert aufgezeichnet und an die eigene(n) KI weitergegeben wird.